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Burnout Therapie

Burnout ist eine ernsthafte Erkrankung, die schnellstmöglich behandelt werden muss. Es gibt verschiedene Methoden der Therapie. Welche die richtige ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Burnout Syndrom frühzeitig erkannt wird. Bemerkt man die Krankheit zu spät, verschlechtern sich die Heilungschancen.

Erste Schritte auf dem Weg der Besserung sind kleine Veränderungen im Alltag. Durch ein besseres Zeitmanagement, regelmäßige Ruhephasen, das Pflegen sozialer Kontakte und ausreichend Bewegung können Sie bereits Großes bewirken. Sprechen Sie mit Freunden, Bekannten oder der Familie über Ihre Probleme und Ängste. Das Gefühl nicht allein zu sein und Unterstützung zu bekommen ist sehr wichtig in dieser schweren Zeit. Je eher Sie damit beginnen, desto kleiner wird das Risiko ein totales Burnout zu erleiden.

Ernährung spielt eine wichtige Rolle

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass auch die Ernährung eine zentrale Rolle sowohl in der Burnout Prävention als auch in dessen Behandlung spielt. Chemische Vorgänge, welche durch eine unzureichende Versorgung mit Vitalstoffen, zum Beispiel durch zu wenig Obst und Gemüse, hervorgerufen werden, beeinflussen den Stoffwechsel und dadurch auch die Psyche und Physe. Achten Sie deshalb stets darauf sich ausgewogen und gesund zu ernähren und trinken Sie viel Wasser. Ausreichend Flüssigkeit ist essentiell für die Funktionsfähigkeit jeder einzelnen Zelle. Die Erkenntnisse der modernen Vitalstofftherapie, einem Teil der orthomolekularen Medizin, sind von großer Bedeutung und Effektivität, wenn Sie das Burnout Syndrom auf natürliche Art und Weise behandeln möchten.

Merken Betroffene jedoch, dass ihnen diese Methoden zur Selbstheilung nicht mehr ausreichen, sollten sie sich nicht scheuen professionelle Hilfe aufzusuchen. Durch spezielle Therapieansätze in Form einer Psychoanalyse oder mittels kreativen Verfahren wird die Burnout Ursache ergründet, dessen Symptome behandelt und Maßnahmen zur Prävention eines erneuten Burnouts ergriffen.

11 Selbsthilfetipps bei Burnout

Nun stellt sich natürlich die Frage, was man gegen diese Krankheit tun kann bzw. wie man diese behandelt. Selbstverständlich können Sie die Behandlung selbst in Angriff nehmen und durch kleine Veränderungen im Alltag Großes bewirken. Je eher die Symptome erkannt und therapiert werden, desto besser stehen die Heilungschancen. Ausdrücklich sollte an dieser Stelle jedoch erwähnt werden, dass Sie jeder Zeit einen Arzt konsultieren können, in einem akuten Stadium sogar aufsuchen sollten. Diese Informationsseite ist kein Rezept gegen die Erkrankung, sondern soll Sie beim Kampf gegen Burnout unterstützen.

1. Zeitmanagement

Ein gut durchdachter Organisationsplan ist sehr wichtig und hilfreich bei der Bewältigung eines stressigen Arbeitstages und vieler weiterer Aufgaben. Machen Sie sich eine sogenannte To-Do Liste und erledigen Sie die Dinge der Reihe nach. Sie werden sehen, dass es sich lohnt. In 20% der Zeit kann man 80% des Ergebnisses erzielen. Lernen Sie nein zu sagen, lehnen sie auch einmal Arbeiten ab und verabschieden Sie sich von Umständen und Personen, die Ihnen Zeit stehlen wollen. Überdenken Sie Ihre Stressverstärker: Gut ist oft auch schon perfekt! Suchen Sie sich Hilfe bei Psychologen oder Stress-Coachs, bevor es zu spät ist.

2. Entschleunigung und Achtsamkeit

Seien Sie mutig und versuchen Sie öfter mal Monotasking statt Multitasking. Ihr Gehirn wird innerlich vor Freude tanzen, wenn Sie sich nur auf eine Sache konzentrieren, anstatt alles auf einmal erledigen zu wollen. Essen bei Zeitung und Fernsehen: Nie wieder! Jeden Brocken hastig hinunterschlucken, weil keine Zeit ist? In Zukunft nicht mehr! Gehen Sie achtsam mit sich und Ihrem Körper um. Genießen Sie das, was Sie gerade tun. Achten Sie auf das Aroma des Kaffees, den Geschmack des Essens, auf die Worte Ihres Partners – es gibt tausend Möglichkeiten, Achtsamkeit zu üben. Sie werden erstaunt sein, wie Sie plötzlich Ihre Umwelt bewusster wahrnehmen. Nebenbei sinkt dabei das Stressniveau, die Anspannung geht zurück, die Atmung wird ruhiger.

3. Regelmäßige Ruhephasen

Es ist wichtig, sich immer wieder eine Auszeit zu gönnen. Sie sollten jeden Tag für ein paar Minuten entspannen. Dafür können Sie sich hinlegen, oder in die Sonne setzen oder sich ganz einfach zurücklehnen und die Augen schließen. Sie werden merken, wie sich Ihr Akku langsam wieder auflädt. Wenn Sie einmal einer akuten Stresssituation ausgesetzt sind, können einige tiefe Atemzüge wahre Wunder bewirken. Legen Sie dafür Ihre Hände auf den Bauch und stoßen Sie mit jedem Atemzug Ihren Ärger und Stress von sich weg.

4. Belohnungen

Gönnen Sie sich Zeiten der Belohnung und Selbstliebe. Warum nicht mal wieder eine Massage buchen? Wann war der letzte Kosmetiktermin? Wieso nicht mal spontan ins Café gehen und einen schönen Cappuccino genießen? Jeder kennt seine kleinen liebgewonnenen Momente der Lebensfreude. Belohnen Sie sich hin und wieder damit. Aber bitte ohne schlechtes Gewissen! Sie werden feststellen, dass Sie anschließend viel gelassener und zufriedener sind und die ausstehenden Arbeiten effektiver bewältigen.

5. Vitalstoffe als Energielieferanten

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe bieten vielseitige therapeutische Möglichkeiten für die Prävention und Behandlung eines Burnout Syndroms. Vitalstoffe liefern Energie, regen den Stoffwechsel an, verbessern die Stress-Toleranz und schützen die Zellen.

6. Soziale Beziehungen

Lernen Sie neue Leute kennen und pflegen Sie Ihre bereits bestehenden Bekanntschaften. Sich mit Freunden unterhalten, vorausgesetzt man spricht nicht nur über Probleme, ist ein wahrer Stresskiller. Gleichzeitig vermeiden Sie dadurch, die soziale Abkapselung und haben Freunde, die Ihnen in jeder Lebenslage zur Seite stehen. Nehmen Sie sich vor, jede Woche einen anderen Freund zu kontaktieren.

7. Neue Wege

Verabschieden Sie sich von eingefahrenen Verhaltensmustern. Fahren Sie doch einmal einen neuen Weg zur Arbeit, stellen Sie Ihre Möbel um oder suchen Sie sich ein neues Hobby. Routine wird auf Dauer langweilig und deprimierend. Sie werden sehen, welche Freude neue Unternehmungen oder eine neu gestaltete Umgebung mit sich bringen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, sich selbst zu überraschen. Ihr Gehirn wird jubeln, weil seine Flexibilität gefordert wird. Vermeiden Sie negative Aussagen: Ersetzen Sie das Wort Problem mit Herausforderung. Vergessen Sie Konjunktive: Statt „Das könnte gutgehen“ heißt es in Zukunft „Das schaffe ich!“. Durchbrechen Sie die Routine und stecken Sie damit Ihre Umgebung an. Sie werden überrascht sein, was für positive Aspekte sich ergeben.

8. Sport

Laufen Sie ihrem Stress davon. Regelmäßige Bewegung fördert nicht nur die Gesundheit, sondern ist einer der wichtigsten Aspekte im Kampf gegen den Stress. Das heißt allerdings nicht, dass Sie sich einmal in der Woche komplett auspowern sollen. Treiben Sie Sport, wann immer Sie dazu Lust haben, machen Sie einen Spaziergang oder spielen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln im Garten. Egal was Sie tun, die Hauptsache ist, dass Sie sich bewegen.

9. Nachtruhe

Tiefer und routinierter Schlaf lädt Ihren Energiehaushalt über Nacht so richtig auf. Vermeiden Sie spätabends Aktivitäten bei zu heller Beleuchtung, schauen Sie keine Action- oder Horrorfilme und essen Sie keine riesigen Portionen bevor Sie schlafen gehen. Rechtzeitiges zu Bett gehen, lässt Sie am nächsten Morgen fit in den Tag starten.

10. Dominanz der Gene

Immer wieder heißt es, unsere Gene seien unsere Bestimmung. Dies wird heutzutage allerdings zunehmend in Frage gestellt. Durch gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, viel Bewegung und einen insgesamt gesunden Lebensstil können die Genaktivitäten neu reguliert werden. Das senkt deutlich unser Stressrisiko.

11. Naturheilmittel als Stresskiller

Viele Substanzen aus der Natur sind für unseren Körper wahre Stresskiller. So wirkt sich Rhodiola (Rosenwurz) positiv auf Burnout und chronische Erschöpfung aus und lindert die Symptome. Tryptophan erhöht die Konzentration unseres wichtigen Anti-Stress-Hormons Serotonin. Ginkgo dagegen verbessert die Energiezufuhr für das Gehirn und schützt außerdem vor Stressschäden.

Ernährung bei Burnout

Beim chronischem Stress bzw. dem Burnout Syndrom kommt es zu einer erhöhten Ausschüttung der Stresshormone Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Diese Hormone führen im Stoffwechsel zu einem vermehrten Eiweißabbau und zur Mobilisierung von Fettsäuren und Zucker. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an. Insulin wird vermehrt ausgeschüttet, wodurch der Körper übersäuert. Die Reaktionsfähigkeit ist somit herabgesetzt, gleichzeitig ist die Infektanfälligkeit erhöht. Der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen steigt enorm an.

Unsere moderne Kost ist reich an Kalorien, raffinierten Kohlenhydraten, Salz und gesättigten Fettsäuren, jedoch arm an komplexen Kohlenhydraten, frischen Früchten und Gemüse. Der Mangel an wichtigen B-Vitaminen, Magnesium, Eisen und Zink ist somit vorprogrammiert. Diese Vitamine und Spurenelemente sind jedoch essentiell für einen optimalen Energiehaushalt und die Bekämpfung von Übermüdung und Antriebslosigkeit.

Vitalstoffe liefern Energie

Auch Vitalstoffe sind ein wichtiger Teil der optimalen, ausgewogenen und gesunden Ernährung. Sie werden für Zell- und Organfunktionen benötigt. Gerade die Kraftwerke unserer Zellen – die Mitochondrien – sind auf eine optimale Nährstoffzufuhr angewiesen. In den Mitochondrien wird aus Vitalstoffen die Energie erzeugt, die wir für alle Lebensvorgänge benötigen. Daher sind gerade in der „Mitochondrienmedizin“ oder besser Mitochondriale Medizin zusätzliche Vitalstoffe (Aminosäuren, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente,…) sowohl vorbeugend, als auch in der Burnout Therapie praktisch unverzichtbar. Wichtig ist hier einerseits die möglichst komplette Versorgung mit allen Vitalstoffen, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen, andererseits hat sich gezeigt, dass gerade diese ganzheitliche, natürliche Versorgung unsere Zellen und speziell die Zellkraftwerke besonders gut schützt.

Vitamine zur Stressreduktion

Menschen, die an einem Burnout Syndrom leiden und regelmäßig viel Arbeit und Stress ausgesetzt sind, haben einen noch größeren Bedarf an Vitalstoffen. Zu empfehlen sind hier Vollkornprodukte, fettarme Eiweißquellen wie Fisch oder Geflügel, frische Früchte und Gemüse. Diese liefern viele B-Vitamine und tragen zu einer Stressreduktion bei. Abzuraten ist vor allem von zu viel Kaffee und Zucker. Diese verschlimmern die Stressbelastung noch weiter und verstärken Konzentrationsprobleme, Kopfweh, Übermüdung und Reizbarkeit.

In Bezug auf die Ernährung sollten Burnout Betroffene noch weitere Aspekte beachten. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen und genießen Sie die Nahrungszufuhr. Essen Sie nicht zu schnell und kauen Sie gut. So kann Ihr Körper die wichtigsten Vitalstoffe aus der Nahrung optimal verwerten. Essen Sie außerdem viel Gemüse, da diese Kohlenhydrate liefern. Wählen Sie Öle mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, wie zum Beispiel Leinöl. Und am wichtigsten: Trinken Sie ausreichend Wasser oder ungesüßte Kräutertees bzw. Säfte. Wasser ist essentiell für die Funktionstüchtigkeit der Zellen. Nur wenn die Zellen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt sind, können Sie einwandfrei arbeiten. Man sollte täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser trinken.

Professionelle Hilfe bei Burnout

Die professionelle Behandlung des Burnout Syndroms setzt eine eindeutige Diagnose voraus. Den meisten Menschen bereitet es Schwierigkeiten, den Zustand des völligen Ausgebrannt- seins und der geistigen sowie körperlichen Erschöpfung richtig einzuordnen und als Burnout zu identifizieren. Die Erkenntnis über das Burnout Syndrom ist nicht leicht, da sich die Erkrankung nur schleichend entwickelt. Die Diagnose erfordert viel Feingefühl, Erfahrung und Wissen seitens der Therapeuten und Experten.

Für die richtige Therapie ist eine individuelle Bestandsaufnahme und gründliche Analyse der Situation des Betroffenen notwendig. Nur dadurch ist es möglich, das Burnout Syndrom von Anfang an einzudämmen und dessen Symptome zu mindern. Außerdem kann eine zusätzliche Aufnahme essentieller Vitalstoffe den Therapieerfolg bei Burnout verstärken.

Auseinandersetzung mit dem Unbewussten

Ein sehr häufig angewandtes Konzept gegen das Burnout Syndrom ist die Psychotherapie. Diese besteht aus vielen Einzeltherapien. Unter der Psychotherapie versteht man die Behandlung psychischer und emotional bedingter Leidenszustände oder Verhaltensstörungen. Durch unterschiedliche, wissenschaftlich fundierte Formen verbaler und nonverbaler Kommunikation, wird das Burnout Syndrom ganzheitlich therapiert. Es findet hier zum einen eine Ergründung der Ursachen statt, als auch eine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten. Die Psychotherapie wird von Fachärzten, klinischen Psychologen und Heilpraktikern durchgeführt.

Freizeit als wichtiges Gut

Bei der Psychotherapie wird die Energie des Betroffenen auf den Freizeitbereich, weg vom Arbeits- bzw. Aufgabenbereich gelenkt. Die Freizeit wird neu organisiert und gefördert. Der Therapeut leistet hier Orientierungshilfe, damit die zuvor vernachlässigte Freizeit nun wieder effektiv vom Betroffenen genutzt werden kann. Ein neues Zeitmanagement ist von großer Bedeutung. Die vorhandene Zeit wird in aktive und passive Freizeitphasen als auch in Arbeitssequenzen eingeteilt. Man sollte nicht außer Acht lassen, dass die Freizeit ein wichtiges Gut für ein gesundes Leben ist.

Zudem muss der Patient gewisse Ruhephasen einhalten. Das Erlernen bestimmter Entspannungsübungen wie autogenes Training, Meditation oder Yoga stellen hier elementare Grundlagen dar. Burnout Betroffene müssen sich ihrer Belastungsfaktoren bewusst werden, Stressfaktoren identifizieren und diese auflösen, um das Anspannungsniveau senken zu können.

Therapie ohne Worte

Die Behandlung des Burnout Syndroms mithilfe kreativen Verfahrens, wie zum Beispiel der Kunsttherapie oder der Musikentspannung wird mittlerweile immer öfter angewandt. Seelisch belastete Menschen können sich bei dieser Form der Therapie ohne Worte ausdrücken. Gedanken und Emotionen sind vorherrschend. Diese geistigen und seelischen Aktivitäten fördern den Selbstheilungsprozess und verarbeiten Erlebnisse, negative Gefühle und Belastungssituationen. Dadurch können Ressourcen für den Alltag und die Zukunft aufgebaut werden. Die Musik oder Kunst Therapie verspricht große Erfolge und ist aufgrund der schonenden Vorgehensweise sehr beliebt.

Wenn sich die Symptomatik verstärkt und der Zustand des Patienten immer kritischer wird, kann der behandelnde Arzt auch Medikamente verschreiben. Antidepressiva, Psychopharmaka oder Johanniskraut sind die am wirkungsstärksten Medikamente zur Behandlung eines Burnout Syndroms. Auch Aminosäuren und Vitalstoffe haben sich hierbei bewehrt. Erhöhte Vorsicht sei jedoch bei der Einnahme von Antidepressiva und Psychopharmaka geboten. Während Aminosäuren und Vitalstoffe rein natürlich und nebenwirkungsfrei sind, können starke Medikamente drastische Folgen nach sich ziehen.

Hier stimmt die Chemie: Vitalstoffe gegen Burnout

Stress – Dauerstress – Burnout. Das ist der klassische Leidensweg eines Betroffenen. Finanzieller Druck, Zeitdruck oder große Verantwortung, die einem über den Kopf wächst, sind heute leider typische Alltagsprobleme, mit denen sich der Großteil von uns ab und an herumschlagen muss. Werden sie aber zum Dauerzustand, drohen Betroffene in eine Abwärtsspirale zu gelangen, aus der sie aber mit professioneller Hilfe und einem Wandel ihrer Gewohnheiten entkommen können.

Auf körperlicher Ebene spielen sich beim Burnout verschiedene chemische Reaktionen ab, auf die Sie mit entsprechender Ernährung auch Einfluss nehmen können. Bei Stress schütten unsere Nebennieren Adrenalin aus – unter erhöhtem Verbrauch von Vitaminen und Mineralstoffen. Bei Dauerstress, wie er beim Burnout vorliegt, gehen die körpereigenen Vitalstoffreserven schnell zur Neige und ein Ungleichgewicht entsteht, was sich in den typischen Symptomen des Burnouts manifestiert.

Allein mit der gewohnten täglichen Ernährung ist dieser Bedarf kaum noch zu decken. Erschwerend kommt hinzu, dass gerade Menschen, die gestresst sind, sich nur wenig Zeit zum Essen nehmen – von selbstzubereiteten Mahlzeiten ganz zu schweigen. Fertiggerichte und Fast-Food versorgen uns aber bei weitem nicht mit allen wichtigen Vitalstoffen, zu denen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe zählen – und schon gar nicht in einer Extremsituation wie dem Burnout.

Zusätzliche Vitalstoffe sind daher sowohl vorbeugend, als auch in der Burnout-Therapie sinnvoll. Natürliche und komplexe Vitalstoffkombinationen haben sich dabei deutlich besser bewährt als einzelne Vitalstoffe. Eine Studie aus Amerika hat beispielsweise gezeigt, dass Vitamine aus Obst oder Gemüse zusammen mit den natürlich darin vorkommenden sekundären Pflanzenstoffen mehr als 200-mal stärker wirken als einzelne Vitamine. (1)

Verbesserung der Stress-Toleranz

Vitalstoffe haben noch zahlreiche andere positive Effekte bei Burnout. Man weiß heute beispielsweise, dass durch die vermehrte Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Cortisol der Stoffwechsel verändert wird und der Bedarf an Vitalstoffen deutlich erhöht ist.(2) Die Einnahme von natürlichen Vitalstoffen kann nachweislich die Stress-Toleranz verbessern und die Schäden, die die psychische Erschöpfung im Körper anrichtet, verringern.(3)

Als wichtigste Wirkstoffe haben sich bei der Behandlung und Vorbeugung von Burnout die folgenden etabliert:

Vitamin-B-Komplex: Unter dem Vitamin-B-Komplex versammeln sich alle Vitamine der B-Gruppe, darunter z.B. Vitamin B1, Vitamin B6 und Folsäure. Sie alle sind maßgeblich an der Energieproduktion der Zellen beteiligt. Steigt die Aktivität oder auch der Stress, so steigt auch der Verbrauch an B-Vitaminen. Ein Mangel daran zeigt sich dann beispielsweise in den typischen Burnout-Symptomen wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit.

Vitamin C: Bei Stress bildet der Körper vermehrt aggressive Sauerstoffmoleküle. Um diese zu neutralisieren benötigt er die sogenannten Antioxidantien. Eines der wirksamsten Antioxidantien ist Vitamin C. Bei erhöhtem oxidativen Stress entsteht schnell ein Mangel. Diesen gilt es auszugleichen.

Magnesium: Magnesium ist besonders wichtig für die körperliche Leistungsfähigkeit und eine normale Muskelfunktion. Bei starkem Stress besteht ein erhöhter Bedarf an Magnesium, das auch eine spannungslösende Wirkung hat.

Zink: Auch vom Spurenelement Zink verbraucht der Körper in anhaltenden Stresssituationen größerer Mengen, als er normalerweise zugeführt bekommt. Zinkmangel kann sich dann vor allem durch häufigere Stimmungsschwankungen nach außen zeigen.

L-Carnitin: L-Carnitin ist essenziell für die Energiegewinnung innerhalb der Zelle. Gleichzeitig wirkt es antioxidativ und hilft dem Körper bei der Entgiftung.

Coenzym Q10: Ähnlich wie das L-Carnitin ist auch das Coenzym Q10 zur Energiebereitstellung notwendig. Daneben reguliert es auch die Herz-Kreislauffunktionen und ist ein starkes Antioxidans.

Omega-3-Fettsäuren: Die Omega-3-Fettsäuren sind ebenfalls für die Energiegewinnung unabdingbar. Außerdem stabilisieren sie Stimmungsschwankungen.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Zunehmend lernen wir auch über die Bedeutung von sekundären Pflanzenstoffen. Diese nur in der Natur und in natürlichen Vitalstoffkomplexen vorkommenden Substanzen sind für den Schutz der Mitochondrien, den zelleigenen Kraftwerken, zuständig(4) und können zudem ihre Neubildung anregen. In einer amerikanischen Studie wurde beispielsweise untersucht, welchen Einfluss die zusätzliche Gabe des in Äpfeln, Zwiebeln oder Tomaten vorkommenden Quercetin auf die Neubildung von Mitochondrien bei jungen untrainierten Männern hatte. Im Vergleich zur Placebo-Gruppe konnte schon nach zwei Wochen ein Anstieg der Mitochondrienzahl festgestellt werden.(5)

Mehr Energie durch natürliche Vitalstoffe

In der modernen Vitalstofftherapie bevorzugt man heute als Basistherapie bei Burnout eine moderat dosierte, natürliche Vitalstoffmischung. Diese erlaubt es, alle oben genannten Vorteile zu vereinen.

Natürliche Vitalstoffe werden bereits seit längerer Zeit erfolgreich bei Erschöpfung, psychischen Leiden und auch in der Therapie von Burnout eingesetzt.

Nicht empfehlenswert und sogar potenziell schädlich sind künstliche Vitalstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollten Sie auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

Tipps bei Burnout zusammengefasst

Essen und Trinken

  • Trinken Sie genügend Wasser. Mindestens zwei Liter am Tag sollten es sein. Wasser ist wichtig für die Energieherstellung und die Entsäuerung.
  • Ernähren Sie sich gesund (regelmäßig Gemüse, Obst, Fisch etc.) und abwechslungsreich.
  • Verwenden Sie möglichst hochwertige kalt gepresste Pflanzenöle und nutzen Sie frische Kräuter.
  • Trinken Sie nur wenig Alkohol oder gar keinen.
  • Viele Ärzte und Heilpraktiker empfehlen zusätzlich ein natürliches Vitalstoffkonzentrat um Betroffene therapiebegleitend und/oder vorsorgend zu unterstützen, vor Mangelernährung zu schützen und Symptome zu lindern.
  • Tipp: Vitalstoffe in Saftform kann der Körper deutlich besser und physiologischer verwerten als Pillen oder Pulver.

Bewegung und Entspannung

  • Sorgen Sie für regelmäßigen körperlichen Ausgleich, Spaziergänge, Ausdauersport, Gymnastik. Gehen Sie jeden Tag vor die Tür und bewegen Sie sich möglichst viel an der frischen Luft.
  • Schlafen Sie genügend (7-8 Stunden) um erfrischt aufzustehen.
  • Wenn Sie sich angespannt fühlen, versuchen Sie sich bewusst zu entspannen, z. B. mit einem erlernten Entspannungsverfahren wie Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga, Feldenkrais, Tai Chi oder Chi Gong.

Persönliche Einstellung

  • Wenn Sie an Ihre Grenzen gelangen, setzen Sie sich Prioritäten. Machen Sie sich einen schriftlichen Plan, um Ihre Zeit optimal zu nutzen und für sich auch Erholungszeit einzuplanen.
  • Setzen Sie sich bewusst realistische Ziele. Erlernen Sie Selbstmanagement-Fertigkeiten (Selbstbeobachtung, Zielklärung und Zielsetzung, Selbstbestärkung und Selbstkontrolle). Diese können Sie in einer Psychotherapie oder eigenständig mit Hilfe eines Selbsthilfe-Manual erlernen.

Burnout Prävention

Die erforderlichen Maßnahmen, um Burnout vorzubeugen bzw. zu verhindern, überschneiden sich logischerweise mit denUrsachen der Krankheit. Schafft man es beispielsweise nicht, für die eigene Entspannung mehr Zeit zu investieren oder sein Leben einigermaßen stressarm zu führen, wird dieser Lebensstil zu einer wichtigen Ursache für das Burnout Syndrom. Frustration, ein Begriff, der oft in Zusammenhang mit Burnout gebracht werden kann, lässt sich vermeiden, indem man seine eigenen Grundbedürfnisse aufdeckt und befriedigt, vermehrt auf sich selbst achtet und sich vor allem akzeptiert.

Burnout Alarmsignale sind zum Beispiel Erschöpfung, Gereiztheit oder innere Leere. Aber auch der Drang ständig effizient zu sein oder eine besonders negative Einstellung gegenüber seiner Arbeit oder seinem Privatleben können ernstzunehmende Warnsignale sein.

Regelmäßige Entspannung

Sie können die Krankheit zum Beispiel dadurch vorbeugen, indem Sie persönliche Maßnahmen ergreifen. Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie auch erreichen können. Wenn Sie zu hohe Anforderungen an sich selbst stellen, die Sie letztendlich nicht erfüllen können, werden Sie enttäuscht. Dies führt auf Dauer zu Frustration und Unzufriedenheit.

Des Weiteren sollten Sie sich darauf konzentrieren sich regelmäßig zu entspannen. Anerkannte und durchwegs positive Entspannungsverfahren sind das autogene Training, die progressive Muskel- entspannung nach Jacobsen, Yoga, Qi Gong oder Tai Chi. Durch regelmäßige Ruhephasen, senken Sie Ihren Stresspegel und somit auch das Burnout Risiko.

Vorbeugen durch Wohlfühlen

Doch nicht nur im Privaten können Sie einiges dafür tun, einem Burnout aus dem Weg zu gehen. Auch in Bezug auf Ihren Arbeitsplatz kann einiges getan werden. Eine grundsätzliche, positive Arbeitseinstellung und eine Verbesserung der Arbeitsatmosphäre sind erste Aspekte, die zu einem besseren Wohlbefinden im Job führen. Identifiziere Sie Stressquellen am Arbeitsplatz und lösen Sie diese auf. Sie werden bald merken, dass dies einen enormen Beitrag dazu leistet, wie Sie täglich in den Tag starten.

Menschen, die erste Anzeichen eines Burnouts aufweisen, sollten sich Unterstützung bei Freunden oder Bekannten suchen. Man muss nicht immer alles alleine regeln, sondern kann sich ruhig auch einmal auf andere stützen. Sprechen Sie über Ihre Probleme, Bedenken und Sorgen. Es wird ein enormer Druck von Ihnen abfallen.

Gegebenes akzeptieren

Außerdem förderlich bei der Prävention eines Burnouts haben sich ein gutes Zeitmanagement und eine grundsätzlich positive Lebenseinstellung bewährt. Wer positiv denkt, lebt sich leichter. Akzeptieren Sie das Gegebene und finden Sie eine Lösung damit umzugehen.

In einem frühen Stadium des bedrohlichen Burnouts ist Hilfe durch Selbsthilfe ein vielversprechender Ansatz, um aus der Stressspirale zu entkommen. Die richtig eingesetzten, vorbeugenden Maßnahmen können Gefährdete vor einem Burnout schützen. Zögern Sie nicht gleich heute mit der Prävention zu beginnen.